Über uns

Wer wir sind

Die durch die Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg e.V. vertretenen Projektträger wollen bedarfsgerechte Strukturen von Ombudsstellen der Jugendhilfe in unserem Land aufbauen, die Kinder, Jugendliche und Familien bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützen.

Durch unabhängige Information, Beratung und Vermittlung bei Konflikten mit öffentlichen oder freien Trägern soll ombudschaftliche Arbeit dazu beitragen, dass Probleme nicht eskalieren und die im Sozialgesetzbuch VIII verankerten Rechte auf Kinder- und Jugendhilfeleistungen verwirklicht werden können.

Umgesetzt wird das Projekt unter der Federführung des Caritasverbands für die Erzdiözese Freiburg von der Projektleitung, die dabei von einem Lenkungskreis der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg sowie von einem Projektbeirat begleitet wird. Die ombudschaftliche Beratungsarbeit wird von einem Netzwerk unabhängiger haupt- und ehrenamtlicher Fachleute geleistet, die in engem Austausch mit der Projektleitung stehen.

Was wir wollen

Die Landesombudsstelle in Baden-Württemberg verankern

  • Die ombudschaftliche Beratung und Begleitung wird in Baden-Württemberg flächendeckend gewährleistet.
  • Die bestehenden regionalen Ombudsstellen werden in verschiedenen Modellen weiterentwickelt, begleitet und gefördert.
  • Die praktischen Erfahrungen werden dokumentiert und evaluiert.
  • Ein Jugendhilfe-Monitoring zur Leistungsgewährung und -erbringung wird aufgebaut.
  • Eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit findet statt, und die Fachöffentlichkeit wird informiert und sensibilisiert.
  • Themenspezifische Veranstaltungen und Fortbildungen werden angeboten.
  • Jugendspezifische und bedarfsgerechte Zugänge werden eingerichtet und erprobt.
  • Zusätzliche Mittel für die Durchführung von themenspezifischen Projekten werden akquiriert.
  • Ein Projektbeirat begleitet und unterstützt das Projekt fachlich.
  • Die ombudschaftliche Arbeit wird in adäquate Strukturen überführt und verstetigt.

Die Jugendhilfe stärken

Die Jugendhilfe im Verbund von öffentlichen und freien Trägern leistet sehr gute und umfassende Arbeit. Viele Kinder, Jugendliche und ihre Familien bekommen die Hilfe, die sie brauchen. Dennoch gibt es Aspekte innerhalb der Jugendhilfe, die bisher nicht ausreichend berücksichtigt sind. Die Erfahrungen zeigen, dass es innerhalb der Jugendhilfe sinnvoll sein kann, eine Instanz zu haben, die unabhängig berät und auch aktiv unterstützt. Auf diese Weise sollen Missbrauch wie in den in den 1950er bis 1970er Jahren verhindert oder legitime Rechtsansprüche durchgesetzt werden.

Die in der UN-Kinderrechtskonvention beschlossenen Beteiligungsrechte umsetzen

„Kinder sind Träger eigener Rechte“ lautet die Botschaft der UN-Kinderrechtskonvention, die 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Sie will Kindern Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht einräumen und soll die Würde, das Überleben und die Entwicklung von Kindern sicherstellen. Seit 2010 gelten alle Rechte der UN-Kinderrechtskonvention uneingeschränkt für alle in Deutschland lebenden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres: Von Beginn an hat also jedes Kind das Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung.

Bei Konflikten vermitteln

An die den kommunalen Strukturen unseres Landes angepasste Ombudsstellen sollen sich Kinder, Jugendliche und Familien wenden können, die sich ungerecht behandelt fühlen und sich über ihre Rechte informieren möchten. Denn Rechtsanspruch und Rechtswirklichkeit sind leider nicht immer deckungsgleich. Ziel unserer ombudschaftlichen Arbeit ist es, Kinder, Jugendliche und Familien dabei zu unterstützen, ihre begründeten Rechtsansprüche im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe bei Konflikten mit öffentlichen oder freien Trägern durchzusetzen. Davon können alle Beteiligten profitieren: Denn der Einsatz für soziale Gerechtigkeit stärkt die Jugendhilfe!

Der Fachöffentlichkeit für das Thema Ombudschaft sensibilisieren

Ombudschaftliche Beratung gestaltet sich als fachlich hoch anspruchsvolle Arbeit, die einer engen Kooperation mit Regelinstitutionen bedarf. So benötigen die Beraterinnen und Berater sozialpädagogische, psychologische sowie rechtliche Kenntnisse und sollten sowohl in den Jugendhilfestrukturen als auch im Verfahrensrecht bewandert sein, ohne dabei rechtsberatend tätig zu sein. Die Qualitätssicherung erfordert zudem die Reflexion von Rollenkonflikten. Um die jeweiligen Bedarfe, bisherigen Erfahrungen und die gewonnene Expertise in die Projektarbeit optimal integrieren zu können, sind Modellprojekte geplant, die regional sinnvolle Strukturen entwickeln. Denn für die vertrauensvolle und niederschwellige Ombudsarbeit brauchen Familien wie Beratende Ansprechpartner vor Ort.

Unsere Netzwerkpartner

Unser Träger

Unser Beirat

Unser Projekt wird fachlich und politisch begleitet von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Gefördert durch